Bachata Dominicana

Die Bachata ist eine sehr populäre, tanzbare Musik aus der Dominikanischen Republik. Sie ist als eine Mischung aus dem Bolero rítmico, dem Pasillo und dem Son Cubano zwischen 1950 und '60 entstanden, und wurde anfangs hauptsächlich gehört. Sie gilt als Musik der unteren Schichten und als "Musik der Verbitterung". In ihrer ersten Zeit war jedes mittelständische Geschäft schlecht angesehen, wenn es Bachata Musik verkaufte. Im Radio war sie nicht zu hören, außer bei Radio Guarachita, das lange Jahre der einzige Sender war, der diese Musik spielte. Durch den Tourismus in der Dominikanischen Republik ist sie dann aber ab 1980 weltweit quer durch alle Schichten populär geworden. Der größte Durchbruch kam allerdings mit Juan Luis Guerra und seinem Album Bachata Rosa, das alle Verkaufsrekorde in Lateinamerika und Spanien brach. Der Tanz ist sinnlich, mit einer aktiv betonten Hüftbewegung und hautengem Körperkontakt, mit wechselnder unkonventioneller Armhaltung. Im Vordergrund steht das Gefühl und nicht die vielen Drehungen und Schritte. Seine Stimmung ist melancholisch, nostalgisch, mit einer sinnlichen Leidenschaft wie sie auch beim Tango und dem Bolero zu finden ist. Bei der original dominikanischen Bachata tanzen die Tänzer hauteng und öffnen die Haltung ein wenig, wenn sie anfangen mit dem Rhythmus zu spielen. Komerzielle Stilarten, die sich besser vermarkten lassen, sind vor allem in den USA und Italien entstanden, die allesamt mehr an Tanzsport erinnern, als an die Bachata original.