Salsa Berlin - Der Anfang!

Die ersten Salsapartys in Berlin

Die kolumbianischen Studenten veranstalteten ab 1979 in der alten TU Mensa rauschende Salsa Partys (Fiesta Latina) bis früh in den Morgen. Hier spielte unter anderen die Band Ipanema mit ihrem legendären kubanischen Bassisten Vitico und eine kolumbianische Tanzgruppe zeigte Folklore. Einen expliziten Salsa Club gab es noch nicht. Der erste Club in Berlin wurde 1981 eröffnet und bekam den schlichten Namen “SALSA“. Er lag in der Wielandstraße 13 in Charlottenburg, und der musikalische Schwerpunkt lag auf karibischer Tanzmusik. Zur Abwechslung standen hier afrikanische Bands auf der Bühne. Hier trafen sich die in Berlin lebenden Latinos und alle Tanzfans regelmäßig zu ihren Partys, die Dj Adriano aus Kolumbien und Hernando Flores mit seinen Playlists zum Tanzen anfeuerte. An Wochenenden spielten kleine Orquestas mit drei bis vier Musikern auf. Die oben erwähnte Gruppe Ipanema war eine feste Institution auf jeder Latinoparty. Ein moderater, studentenfreundlicher Eintritt kam den tanzfreudigen Latinos und Berliner Salseros gelegen, die bis zum Morgengrauen hier ihr Tanzbein schwingen. Über Tanzstile war hier noch keine Diskussionen ausgebrochen, jeder tanzte mit jedem, egal woher der Tanzpartner kam. Man besuchte keine Tanzschule oder Tanzkurse, man ging einfach tanzen.

Das Megakonzert 1982 in der Waldbühne

Das Horizonte Festival 1982 stand unter dem Motto Lateinamerika und wurde ein Sprungbrett für lateinamerikanische Musik. Am 30. Mai 1982 fand das bis heute unübertroffene Salsakonzert in der Waldbühne statt. Ein riesiges Event, ein Meilenstein in der Geschichte der Salsa in Berlin. Auf diesem Festival traten in der Waldbühne die berühmtesten Orchester Lateinamerikas auf, die für schlappe 12,- DM zu sehen und zu hören waren. Dieses Megakonzert startete um zwölf Uhr mittags und endete um 23 Uhr. Vor circa 12.000 Zuschauern mit Gästen aus weiten Teilen Europas spielten Celia Cruz, Tito Puente, Willie Colon, Ruben Blades, Eddy Palmiere, Mongo Santamaria und sämtliche Größen der karibischen Musik auf. Es ist unbestritten das größte Ereignis dieser Art in Berlin bis heute geblieben.
 

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Die Havanna Bar im Metropol

Salsa cubana Berlin - Programm der Havanna Bar Havanna Bar Berlin

Eine neue Veranstaltung kam 1985 in Berlin mit der Havanna Bar im Metropol hinzu. Der Veranstalter Juan D. Lange legte hier am Samstag Abend den Schwerpunkt auf den Son cubano. Der Son und Casino hatten ihre erste regelmäßige Party in Berlin. Mit Tanzeinführungen vor der Party und den kontinuierlichen Kursen im Estudio Sudamerica festigte er ab 1985 die Entwicklung der karibischen Tänze in Berlin. Im frisch eröffneten Estudio Sudamerica unterrichtete er Merengue und Bachata aus der dominikanischen Republik und Casino, Son, Bolero und Chachacha aus Kuba. Weitere populäre Tänze der Karibik kamen mit der Zeit hinzu. Die Salsa cubana verankerte sich fest in Berlin und bekam durch den Mauerfall ab 1989 kräftige Unterstützung durch die Kubaner, die im Osten der Stadt lebten.

Eintrittskarte zur Habana Bar im Metropol Berlin: Salsa Ticket Havanna Bar

Salsa Berlin - Und nach dem Fall der Mauer

... tranquilo muchachos - Text folgt in Kürze!