In den 70er Jahren werden viele lateinamerikanische Länder von Militärputschen heimgesucht (Chile 1973, Uruguay 1973, Argentinien 1975...). Tausende Menschen flüchten vor Gefängnis, Folter und Tod. Viele finden Mitte der 70er in Europa ein neues Zuhause - allerdings bleibt ein Verlustgefühl: Heimweh nach den Barrios (Stadtvierteln), den fiestas, der eigenen Musik... Für Argentinier und Uruguayer ist es der Tango. Auch in Berlin kommt er Anfang der 80er Jahre mit dem Horizonte Festival wieder an. Pionier ist hier Juan D. Lange - ein Exiluruguayer deutscher Abstammung, der europaweit die erste Tangoschule gründet. Die ersten Tangosalons entstehen und seitdem treffen sich immer mehr "Tangueras und Tangueros" in den Berliner Tangonächten, um eng umschlungen das Tangoritual zu praktizieren, das vielen einen wunderbaren Ausgleich zum anstrengenden Alltag bietet.
Das Estudio Sudamerica - gegründet und geleitet von Juan D. Lange - spezialisiert sich seit 1982 auf den Unterricht des originalen Tangos und lateinamerikanischer Tänze wie: Salsa, Milonga, Vals cruzado, Bolero, Son, Cha cha cha, Vals peruano, Bachata... etc. Im Unterricht legen wir besonderen Wert auf die präzise Vermittlung der Bewegungen und das unverfremdete Wesen der Tänze. So wird der Tango in jedem Tanzpaar immer wieder neu geboren, mit dem Wissen, dass Mann und Frau sich hier in idealer Weise ergänzen. © Juan D. Lange
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