Worauf Du beim Tanzen achten solltest !

Wer viel tanzt stärkt seine Muskulatur und Haltung.
Doch es gibt auch Belastungen die wir beim Tanzen vermeiden sollten.
Hier ein paar wichtige Hinweise.

Der richtige Tanzschuh

Als Erstes ist gutes Schuhwerk zu empfehlen. Das Leder sollte geschmeidig sein, damit die Fußmuskulatur arbeitet. Die Sohle sollte nicht am Boden haften, damit bei Drehbewegungen keine Belastungen der Gelenke auftauchen. Gummisohlen sind Gift für unsere Knie, insbesondere dadurch, dass wir im Tango und in der Salsa oft Drehungen mit leicht gebeugten Knien machen. In dieser Stellung ist das Knie nicht gegen Verdrehungen geschützt. Besonders in der Salsa Szene sind Sportschuhe (Sneakers) "in". Mit diesen Schuhen sollte man keine Drehungen tanzen, um schmerzfreie und gesunde Knie zu behalten. Besser sind da Schuhe ohne Haftsohlen!

Der optimale Tanzboden

Idealer Tanzboden ist punktelastisch und gibt genau an der Stelle nach, an der wir auftreten. Gut sind auch Schwingböden, die allerdings im Nachgeben etwas träger sind und somit nicht alles abfedern. Meiden sollten wir harte Böden, bei denen der Belag (Parkett, Linoleum, PVC. etc.) ohne Unterbau direkt auf den Beton verlegt wurde. Diese Böden verursachen immer wieder harte Schläge auf unsere Gelenkflächen und am Ende spürt man die Belastung in den Gelenken. Typisch ist der Schmerz in den Knien nach dem Tanzen auf Betonböden.
Die Oberfläche des Tanzbodens sollte nicht zu glatt sein, damit man sich beim Tanzen unverkrampft bewegen kann. Die Drehungen des Fußes auf dem Boden sollten ohne Anstrengung erfolgen, sonst ist der Boden zu stumpf. Schuhsohle und Tanzboden sollten harmonisch aufeinander abgestimmt sein. Notfalls kann mit Streuwachs nachgeholfen werden. Das Beste sind hier Chromledersohlen die jeder gute Tanzschuh hat.

Achtung - Gefährliche Tanzfiguren !

Die Volcadas und Colgadas im Tango sind nicht für jedermann geeignet. Wer keinen gut trainierten Rücken hat, sollte die extremen Schieflagen meiden - doch kleine Neigungen sind nicht gefährlich. Sollte man jedoch irgendeine Art von Rückenbeschwerden haben, ist extreme Vorsicht geboten, besonders auf öffentlichen Tanzabenden. Hier empfiehlt es sich, dem Tanzpartner Bescheid zu geben, dass man keine extreme Belastungen des Rückens verträgt.
In der Salsa sollte man ebenfalls vorsichtig mit den im "L.A. Stile" üblichen Fallfiguren umgehen, und diese nur mit bekannten Tanzpartnern tanzen. Eine Landung auf dem Boden mit evtuellem Bandscheibenvorfall ist der Spaß nicht wert. In der "Salsa cubana" gibt es diese Figuren nicht, und schon die Grundbewegung ist so harmonisch, dass sie es wert ist, von der Krankenkasse bezuschusst zu werden.

Unter Beachtung der o.g. Punkte ist der Tanz aber eine wirkliche Lebensbereicherung, fördert die geistige und körperliche Flexibilität, ist der Höhepunkt einer jeden Fiesta und beschert uns wunderbare Begegnungen mit anderen Menschen. In diesem Sinne: Tanz Dich glücklich !

Zu Risiken und Nebenwirkungen frag Deinen Tanzlehrer oder Tanzpartner !